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zurückgegangen. Im Lokal hätten da gerade ein paar Seniorinnen und ein Fußballstammtisch gesessen. Einmal hätten Aktivisten von Außen an die Scheiben getrommelt und "Nazis raus" gebrüllt, sagt. Man mag angesichts solcher Vorfälle nachvollziehen, dass Costa sich nicht auf die Seite linker Aktivisten und Politiker stellt. Der Wirt störte sich nicht daran. In der linken Szene blieb Costa trotzdem der Mann, der die Nazis bewirtet. Dieses Pegida-Flugblatt ist im Münchner NS-Dokumentationszentrum ausgestellt.

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Viele Gastronomen müssen irgendwann aufgeben. Costa präsentiert die Artikel wie Beweise für seine Sicht der Dinge, aber sie belegen etwas anderes: Wer den Gastwirt für das Opfer einer Kampagne hält, findet Bestätigung beispielsweise in der "Neuen Zürcher Zeitung" - und wer in ihm einen unbelehrbaren Pegida-Komplizen sehen möchte, kann sich. Dill, ein glatzköpfiger Herr von 71 Jahren, ist im Bezirksausschuss Sendling Sprecher der SPD-Fraktion und Beauftragter gegen Rechtsextremismus. Auch seien binnen weniger Monate fünfmal Lebensmittelkontrolleure dagewesen, sagt Costa. Januar 2016 hervor, unterschrieben von Oberbürgermeister Dieter Reiter und einem Vertreter des Branchenverbands dehoga. Der Brauerei Anheuser-Busch InBev, seinem Lieferanten und Vermieter, sei das nur recht gewesen: "Die haben einen Grund gesucht, mir zu kündigen behauptet Costa. Handelte der Wirt fahrlässig - oder ist er Opfer einer bedenklichen Politisierung aller Lebensbereiche? Im Januar 2016 tauchte er, so erzählt es Costa, eines Mittags in der "Casa Mia" auf - da trafen sich die Pegidisten bereits seit drei Monaten regelmäßig im Nebenraum der Gaststätte. März 2016 schreibt Ausschusschef Lutz, "dass diese Gruppierung seit Oktober 2015 durch das bayerische Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet wird ".

Eine Konzernsprecherin weist das zurück, der Wirt habe schlichtweg die Pacht nicht mehr zahlen können. Costa hat nichts Verbotenes getan, moralisch ist die Sache weniger eindeutig. 1976 kam er als Zuwanderer nach München, da war er gerade 14, in seinem sizilianischen Heimatort Aci Sant'Antonio leben seit Jahren viele Migranten. Costa gibt sich als Mensch mit Prinzipien, eines lautet: "Gast ist, wer bezahlt." Seine Prinzipien hat er verteidigt, sein Restaurant verloren. "Ich bin völlig unpolitisch raunt er, und das gelte auch fürs Geschäft. Er höre den Gesprächen seiner Gäste nicht zu und überprüfe sie auch ansonsten nicht.


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